Knott’s Berry Farm & Six Flags Magic Mountain

Wer nach einem Vergnügungspark in Los Angeles sowie seiner unmittelbaren Umgebung sucht, wird schnell fündig: Die erste Wahl fällt meistens auf das Disneyland Resort in Anaheim, während die zweite Wahl auf die Universal Studios Hollywood im Norden des Stadtgebiets fällt. Die Gründe dafür liegen auf der Hand, denn mit Disney kann nahezu jeder Mensch auf der ganzen Welt etwas anfangen, Kinder kennen vor allem die Helden der Pixar Studios, die Teil des riesigen Disney-Konzerns sind, während Erwachsene häufig mit Mickey Mouse, Donald Duck oder natürlich auch Bambi und König der Löwen aufgewachsen sind. Und auch die Faszination für die Universal Studios Hollywood kommt nicht überraschend, vermuten beziehungsweise erhoffen sich viele hier doch einen Einblick hinter die Kulissen der Filmbranche. In der Realität sind auch die Universal Studios zwar vor allem eine Show-Veranstaltung, aber eben im Design von Jurassic Park, The Simpsons oder Der Weiße Hai, so dass die Besucher hier auf einer anderen Ebene angesprochen werden.

Eins haben jedoch beide Vergnügungsparks gemein: Wirkliche Achterbahnen im klassischen Sinne gibt es hier kaum. Disneyland ist durch und durch familienfreundlich gestaltet, weshalb selbst die schnellsten Rides lediglich auf ein Tempo kommen, dass auch kleine Kinder (und ältere Mütter und Väter) problemlos mitgehen können, während bei Universal der Schwerpunkt vor allem auf der Studio Tour liegt. Ein, zwei schnellere Rides gibt es auch hier, aber die Auswahl ist sehr begrenzt.

Doch es überrascht nicht, dass sich in der riesigen LA-Region zwei Alternativen finden, die Fans von Achterbahnen stärker ansprechen: Knott’s Berry Farm und Six Flags Magic Mountain.

Bei Knott’s Berry Farm handelt es sich um einen sehr alten Freizeitpark, der fast neben dem Disneyland in Buena Park liegt, wobei man von dem Alter allerdings nicht auf den Zustand der Geräte schließen sollte, im Gegenteil: Auf den ersten Blick erinnert die Kulisse hier an die Konkurrenz, denn es gibt beispielsweise eine Western-Stadt inklusive Cowboys und Sheriffs, aber auch Snoopy dreht hier seine Runden, doch bei näherer Betrachtung tun sich einem die sehr modernen Achterbahnen und sonstigen Rides auf, die teilweise familientauglich sind, teilweise aber auch nur Menschen ansprechen, die den absoluten Nervenkitzel suchen.

achterbahn

Dazu zählen zum Beispiel der GhostRider, eine Holzachterbahn, die invertierte Silver Bullet, der beinahe freie Fall von Montezooma’s Revenge und Supreme Scream oder auch der so genannte Boomerang. Kleine Kinder haben hier teilweise keinen Zutritt, aber Jugendliche und junge Erwachsene, die keine Angst vor schnellen Fahrten haben und schwindelfrei sind, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Schön ist auch, dass der Eintritt in Knott’s Berry Farm deutlich billiger ist als nebenan; wenn man online Tickets kauft, zahlt man etwa die Hälfte des Preises der Konkurrenz.

Etwas weiter aus dem Stadtgebiet raus muss man fahren, wenn man Six Flags Magic Mountain besuchen möchte. Der 1971 eröffnete Vergnügungspark befindet sich nördlich von Los Angeles in der kleinen Stadt Valencia, und ist noch etwas stärker als Knott’s auf den puren Nervenkitzel ausgelegt: 44 Rides gibt es derzeit, 19 Achterbahnen und auf drei Attraktionen kann man sogar nass werden. Auch hier gibt es verschiedene Themenbereiche wie etwa den Six Flags Plaza oder Rapids Camp Crossing, aber der Schwerpunkt liegt eben doch auf den rasanten Fahrten, die man hier genießen kann. Hervorzuheben sind vor allem Goliath mit einer 80 Meter tiefen Abfahrt in einen Tunnel hinein sowie Scream, bei dem der Name wirklich Programm ist.

Auch Six Flags Magic Mountain ist nicht ganz so teuer wie die beiden erstgenannten Vergnügungsparks, allerdings sollte man über einen Front of the Line Pass nachdenken, der extra kostet, um möglichst viele Rides an einem Tag besuchen zu können. Wenn der Magen denn mitspielt.