LAX

Los Angeles International Airport LAX

Wenn man von Europa und vor allem von Deutschland aus an die Westküste der USA fliegt, dann gibt es üblicherweise nur zwei Optionen für den Flughafen, an dem man ankommt: SFO in San Francisco oder eben LAX, den Los Angeles International Airport, wie er vollständig und offiziell heißt, auch wenn ihn in der Stadt selbst niemand so nennen wird. Selbst mit dem Begriff „Airport“ mag man in Taxis nicht immer weit kommen, weshalb sich merken sollte, dass der Flughafen überall nur LAX heißt und nicht anders. Er befindet sich im Westen der Stadt in dem wenig einladenden Stadtteil Inglewood, nur ein Stück südlich von Venice Beach und Marina Del Rey, während im Süden Manhattan Beach und Redondo Beach anschließen.

Es gibt recht viel, das man über diesen Flughafen wissen muss, vor allem aber sollte man sich im Voraus einen Plan machen und einen Überblick verschaffen, denn die Anlage ist sehr unübersichtlich, häufig sogar eng und noch dazu sehr stressig. Insbesondere, wenn man hier nicht nur landen oder abfliegen, sondern womöglich sogar umsteigen möchte, muss man sich im Voraus unbedingt bei den Airlines informieren, welche Terminals genutzt werden und wie viel Zeit man zum Umsteigen einplanen sollte.

Terminals gibt es nämlich sage und schreibe neun, was doch noch einmal eine etwas andere Hausnummer ist als beispielsweise die Flughäfen in Frankfurt oder Düsseldorf, was aber auch zeigt, wie „verplant“ LAX tatsächlich ist und wie beklemmend es stellenweise zugeht, denn der Flughafen sieht überwiegend recht alt aus und die hohe Anzahl der Terminals zeugt eher von einer schlechten Expansion über die Jahrzehnte hinweg denn von tatsächlicher Größe und Ordnung.

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Immerhin ist recht klar, dass man – wenn man direkt aus Europa ankommt oder non-stop zurück in die Heimat fliegt – fast immer das Tom Bradley International Terminal (kurz: TBIT) nutzen muss. Hier heben beispielsweise Lufthansa, Air Berlin, British Airways und Air France ab. Anders sieht es jedoch aus, wenn man einen oft billigeren Flug mit Zwischenstopp gebucht hat, denn dann kann man zum Beispiel mit United, Delta Airlines oder American Airlines fliegen, die von einem der zahlreichen anderen Terminals abheben. United von 7 und 8, Delta von 5 und 6, American von 4 und 6 – und so weiter. Zwischen den Terminals gibt es leider keine Bahn wie an vielen anderen Flughäfen, sondern nur einen Shuttle-Service, der nicht besonders klar gekennzeichnet und deshalb manchmal schwierig zu finden ist. Hier muss man sich durchfragen und ausreichend Zeit einplanen, falls man umsteigen möchte.

Geht es hingegen nur um die Ankunft oder den Abflug, ist LAX trotz gewisser Unübersichtlichkeit und schlechter Orientierung ein Flughafen wie fast jeder andere. Die Auswahl an Shops und Imbissen ist mäßig, die Preise sind dafür recht hoch, der Weg zum Mietwagenverleih ist weit und die Auswahl an Flughafenhotels zwar groß, deren Qualität jedoch fast durchweg mäßig bis schäbig. Aufgrund des nicht besonders sicheren Stadtteils Inglewood sollte man im Zweifelsfall lieber ein etwas teureres Hotel wählen, von Unterkünften, die Preise unter 100$ die Nacht verlangen ist glasklar abzuraten.

Immerhin: Die meisten Hotels bieten einen kostenlosen Shuttle-Service zu oder von den Terminals an. Häufig ist es aber die bessere Wahl, das Auto erst am Tag des Abflugs abzugeben und dann vom Mietwagenverleih das ebenfalls meistens kostenlose Shuttle zum Airport zu nutzen. Einzuplanen ist für internationale Abflüge aufgrund der häufig langen Schlangen am Check-in und an den Sicherheitskontrollen eine Wartezeit von mindestens zwei Stunden, bei Domestic Flights hingegen können auch 90 Minuten ausreichen.