Rundgang durch Hollywood

Dass Los Angeles weltweit neben New York die wohl bekannteste Stadt der USA ist, hat natürlich einen Grund: Hollywood. Der dort ansässigen Filmindustrie ist es bis heute zu verdanken, dass LA für schwärmende Blicke und allerlei Träumereien sorgt, obwohl die Stadt aus touristischer Sicht zumindest als schwierig zu beurteilen ist und im Vergleich zu den weniger bekannten San Francisco und San Diego genau genommen sogar etwas weniger an Sehenswertem bietet.

Hollywood jedoch ist natürlich einen Besuch wert, womit zunächst einmal der Hollywood Boulevard gemeint ist. Hier befindet sich der Walk of Fame mit den im Boden eingelassenen Sternen, den man von zahlreichen Fotos kennt, aber auch das Grauman’s Chinese Theater mit den Fußabdrücken und Handabdrücken von Schauspielern und Regisseuren trifft man hier an. Von Humphrey Bogart bis hin zu Arnold Schwarzenegger durften sich hier hunderte Stars und Sternchen im Innenhof des architektonisch beeindruckenden Kinos verewigen.

Nicht weit entfernt vom Chinese Theater befindet sich auch das, ebenfalls von Grauman erbaute, Egyptian Theater, der ebenso eine sehenswerte Architektur bietet, allerdings kaum Besucher auf sich zieht, weil hier die Besonderheit der Abdrücke fehlt. Dennoch soll man mal vorbeischauen, genauso wie im Dolby Theater, wo derzeit die alljährliche Oscar-Verleihung stattfindet. Im Inneren findet man die Treppe, die auch die Stars auf dem Weg hinein erklimmen müssen beziehungsweise dürfen, die Wände sind zudem mit den Namen der „Best Picture“-Gewinner gespickt.

Der Eintritt ist überall kostenlos, lediglich eine Tour durch Grauman’s Chinese Theater kostet ein paar Dollar. Dafür wird man an jeder Ecke von nicht selten auch verkleideten Promotern angesprochen, die Rundfahrten, Fotos und vieles mehr verkaufen wollen. Empfehlen kann man all das aber ehrlicherweise nicht, zu Fuß und mit dem Auto ist man auf eigene Faust viel besser unterwegs. Nur wenn man selbst keinen Mietwagen hat, könnte man über eine Bustour nachdenken.

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Abseits des Hollywood Boulevards

Wer hofft, Schauspieler oder Filmkulissen zu sehen, ist am Hollywood Boulevard aber natürlich falsch aufgehoben, denn hier findet man nur Tourismus pur und sonst nichts. Wer einen etwas weitergehenden Einblick in die Filmindustrie erhalten will, kann sich entweder die Drehorte seiner Lieblingsfilme online heraussuchen und dann mit dem Auto abfahren, oder aber eine kleine Studiotour absolvieren, die zumindest den Zugang zu ein paar Sets ermöglicht.

Diese Studiotouren befinden sich bei fast allen großen Filmproduktionsfirmen im Angebot, von Universal über Sony bis hin zu Paramount. Die Unterschiede von Tour zu Tour sind recht gering, für um die 50$ erhält man jeweils um die zwei Stunden lang einen kleinen Blick hinter die Fassade, auch wenn man natürlich eher ein, zwei aktuelle und derzeit nicht bespielte TV-Sets zu Gesicht bekommt, aber keine Kinoproduktionen oder gar aktive Dreharbeiten erwarten darf. Für Fans dennoch lohnenswert!

Schließlich zählt zu Hollywood natürlich auch noch das große Hollywood Sign, das auf den gleichnamigen Hills im Norden des Stadtgebiets thront und noch gar nicht so lange als wirkliche Sehenswürdigkeit gilt, sondern eine Weile sogar verfiel. (Original stand hier übrigens Hollywoodland, aber das nur am Rande.) Sehen kann man das Schild unter anderem vom Griffith Observatory und in dessen Umgebung. Bei gutem Wetter, und das hat man in LA ja fast immer, mindestens ein Foto wert!