Santa Monica: Vom Pier bis nach Venice Beach

Da Los Angeles so eine große City ist, erstreckt sich ihr Gebiet über die unterschiedlichsten Landschaften: Hier Großstadt, dort Berge, ein bisschen Wüste, aber auch Strände und Küste findet man natürlich in ihrem Einzugsbereich – und Letzteres besonders schön in dem „Städtchen“ Santa Monica, das sich ganz im Nordwesten des Großraums LA befindet. Offiziell ist Santa Monica (wie beispielsweise auch Beverly Hills) zwar unabhängig von Los Angeles, also eine eigene Gemeinde, aber in der Praxis merkt man als Besucher im Grunde nichts davon, da die einzelnen Gebiete hier nahtlos ineinander übergehen. Auch wenn Santa Monica sich optisch, ähnlich wie Beverly Hills, ein wenig vom doch etwas schmuddeligeren Los Angeles abhebt.

Nun aber zu den Sehenswürdigkeiten! In Santa Monica selbst findet man natürlich den berühmten Pier, den man schon in zahlreichen Filmen als Drehort gesehen hat, weil er so eine hervorragende Kulisse für allerlei Szenen und auch Action hergibt. Der weit ins Meer hinein ragende Pier beherbergt neben einigen Restaurants und Imbissen vor allem den sagenhaften Pacific Park, eine kleinen Vergnügungspark, der neben einer familienfreundlichen Achterbahn vor allem mit seinem Riesenrad auftrumpft. Aber auch die zahlreichen Stände mit Süßigkeiten und allerlei Spielen sorgen für eine an eine Kirmes erinnernde Atmosphäre.

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Nicht weit von hier kann man zudem die so genannte Third Street Promenade besuchen, eine für Städte im Südwesten der USA ganz untypische Fußgängerzone, in der man tatsächlich beinahe ohne Autolärm von Geschäft zu Geschäft spazieren kann. Bei den Läden handelt es sich zwar im Wesentlichen um die gleichen, die man auch in den unzähligen Shopping Malls der USA findet, aber in so einer stillgelegten Straße mit Blumen, Pflanzen und Brunnen macht das Einkaufen doch gleich doppelt Spaß. Überhaupt hinterlässt das Stadtgebiet einen entspannten und angenehmen Eindruck, obwohl die so genannten Homeless People, wie die Amerikaner sie nennen, vor allem rund um den beliebten Strand sehr häufig anzutreffen sind. Der Strand selbst wiederum ist nur sehr bedingt einen Besuch wert, denn trotz der enormen Größe (und des entsprechenden Ansturms der Einheimischen) stört die Nähe zur Straße.

Über eben jene Straße könnte man dann auch einen Abstecher zur nicht weit entfernten Getty Villa unternehmen, bei der es sich um eine Museum handelt, das vor allem Gegenstände aus der Antike von Rom und Griechenland ausstellt. Das klingt für Europäer jetzt vielleicht erst einmal nicht so spannend, doch die ganze Anlage ist im Stile eines antiken Anwesens gehalten, was ihr einen besonderen Charme verleiht. Zumindest bei schlechtem Wetter lohnt sich der Besuch unbedingt, während man bei gutem Wetter abwägen muss, ob man ein paar Stunden in einem Museum verbringen will oder nicht.

Ist das Wetter gut, lohnt sich nämlich eigentlich eher der Weg nach Venice, das nur ein Stück südlich von Santa Monica liegt. Wer will, kann die Strecke sogar laufen, denn vom Pier bis zum Zentrum von Venice Beach sind es nur knapp 4 km, die man am Meer entlang problemlos in gut einer Stunde gehen kann. In Venice Beach selbst trifft man dann auf die aus zahlreichen Filmen bekannten Szenen, etwa die in der Sonne posierenden Bodybuilder oder die Skater und Basketballer, die sich hier austoben. Auch die Venice Canals darf man nicht verpassen, die vor allem in der TV-Serie Californication zu sehen waren. Eine Runde um die (kurzen) Canals herum, stellt einen schönen Abschluss dieses Rundgangs entlang des pazifischen Ozeans dar!