Universal Studios Hollywood

Für die meisten Besucher von Los Angeles, die die Stadt nicht nur „im Vorbeifahren“ mitnehmen wollen, steht Hollywood ganz oben auf der Liste der wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten, doch natürlich erhält man im heutigen Hollywood – unter dem man üblicherweise den Walk of Fame versteht, an dem sich unter anderem das Man’s Chinese Theater befindet – keine Einblicke hinter die Kulissen der Filmindustrie. Anders soll das in den Universal Studios Hollywood aussehen, die zusammen mit dem angrenzenden Universal CityWalk einen Vergnügungspark in Film-Thematik darstellen und dabei insbesondere mit ihrer Studio Tour locken, bei der man auf dem Universal Backlot zahlreiche Sets und Kulissen echter Blockbuster zu Gesicht bekommen soll.

Ganz so ist es in Wirklichkeit aber natürlich nicht: Im Rahmen der etwa 45-minütigen Studio Tour sitzt man durchgängig in einer Art Bus und wird darin vorrangig durch längst ausgemusterte oder nachgebaute Locations kutschiert, die hier und da zwar einen gewissen Charme versprühen (das berühmte Motel aus dem Hitchcock-Film „Psycho“ beispielsweise), aber selbstredend kaum noch bis überhaupt nicht mehr aktiv genutzt werden. Das sollte nicht überraschen, schließlich lassen sich tausende Touristen am Tag und konzentrierte Dreharbeiten beim besten Willen nicht unter einen Hut bringen, aber man muss sich darüber im Klaren sein, dass die so genannte Studio Tour hier etwas mehr verspricht als sie hält.

Zum Glück bieten die Universal Studios Hollywood jedoch zahlreiche andere Attraktionen, die mehr an einen typischen Vergnügungspark erinnern, dank ihrer bekannten Film-Vorbilder aber dennoch einen LA-typisches Flair versprühen, das man sich als Besucher hier zweifellos erhofft. Dazu zählen vor allem „Despicable Me: Minion Mayhem“, ein Motion Simulator in 3D, der „The Simpsons Ride“, ein weiterer Motion Simulator, allerdings in 2D, die schon recht alte, aber immer noch sehr spannende Stunt Show „Waterworld: A Live Sea War Spectacular“ sowie die langsame, aber feuchte Bootsfahrt „Jurassic Park: The Ride“, die Innen-Achterbahn „Revenge of the Mummy“ und das sich im Dunkeln abspielende „Transformers: The Ride“ – nichts für schwache Nerven!

Doch auch zwischen Studio Tour und Rides haben die Universal Studios Hollywood eine überwiegend schöne Kulisse zu bieten, auch wenn sich Gestaltung und Ausmaße des Vergnügungsparks im Vergleich zum Disneyland Resort Anaheim deutlich schwächer und kleiner anfühlen. Film-Fans kommen hier jedoch zweifellos auf ihre Kosten und auch Kinder werden dank zahlreicher bekannter Figuren, die verkleidet durch das Parkgebiet spazieren, bestimmt glücklich.

Apropos Kosten: Die sind etwa genauso hoch wie im schon angesprochenen Disneyland Resort in Anaheim, denn auch hier müssen Erwachsene derzeit 95$ Eintritt zahlen, während Kinder von 3 bis 9 Jahren nur wenige Dollar sparen können. Deutlich billiger wird es in Relation mit einem Ticket für zwei Tage, das lediglich 119$ für einen Erwachsenen kostet, sich aber aufgrund der vergleichsweise geringen Größe des Parks nur für größte Fans lohnt. Dann doch lieber das Front of the Line Ticket für 149$, um den langen Schlangen, die sich zweifellos bilden, aus dem Weg zu gehen.

Die Öffnungszeiten des Parks sind meistens von 10 bis 18 Uhr, manchmal öffnet er allerdings auch schon um 8 Uhr morgens und schließt erst um 20 Uhr abends, während an anderen Tagen die Pforten auch schon um 17 Uhr schließen können. Da die Geschäfte des angrenzenden Universal CityWalks überwiegend erst um 10 Uhr aufmachen, sollte man seinen Besuch entsprechend planen, kann man hier doch viel Geld für Souvenirs und kleine Imbisse loswerden.