Wo gut in Los Angeles einkaufen?

Wie eigentlich jede Stadt in den USA mit mehr als ein paar tausend Einwohnern verfügt auch Los Angeles (natürlich) über die üblichen Shopping Center und Shopping Malls – und das in für Europäer kaum vorstellbaren Ausmaßen.

Im Grunde kann man außerhalb des Stadtzentrums, also Downtown, beinahe jede beliebige Ausfahrt eines Freeways oder Highways nutzen und schon steht man vor den so genannten Big Box Stores, die das Shopping Erlebnis an der Westküste bestimmen. Die Geschäfte hören dort auf Namen wie Best Buy (Elektronik im Stile von Saturn und Media Markt), Home Depot (DIY / Baumarkt) oder Marshall’s (Kleidung) und unterscheiden sich von Shopping Center zu Shopping Center kaum. Immer auch vertreten ist mindestens ein riesiger Supermarkt, meistens sogar mehrere, bei denen man zwischen Allzweckmärkten wie Walmart und reinen Supermärkten wie Safeway noch etwas weiter unterscheiden kann.

Festzuhalten ist letzten Endes nur: Wer Lebensmittel braucht oder schnell etwas einkaufen möchte, das er vielleicht beim Packen zu Hause vergessen hat, wird am besten und mit großer Sicherheit in einem dieser Big Box Stores fündig. Sie haben täglich geöffnet, also auch jeden Sonntag, und teilweise sogar rund um die Uhr. Gleichwohl stimmt das Gerücht, dass in den USA alle Geschäfte und Supermärkte rund um die Uhr geöffnet haben, bei Weitem nicht. Auch viele große Ketten in den Großstädten schließen in der Nacht, typische Öffnungszeiten sind von 8 bis 22 Uhr oder von 6 bis 24 Uhr.

Allerdings soll es hier ja nicht nur um die Einkaufscenter entlang der Autobahnen gehen, die man überall im Südwesten findet, sondern speziell um das Einkaufen in Los Angeles. Leider ist es jedoch so, dass es mangels eines echten Stadtzentrums keine wirklichen Einkaufsstraßen in LA gibt, wie man sie aus Europa kennt oder auch aus anderen Städten der USA, etwa San Francisco oder San Diego. Lediglich den Rodeo Drive in Beverly Hills könnte man hier anführen, allerdings dürfte jedem klar sein, dass sich hier, in diesem reichen Viertel, fast ausschließlich teure Geschäfte und keine normalen Läden befinden. Die Chancen, ein paar Limousinen oder vielleicht sogar einen Hollywood Star zu sehen, stehen hier nicht schlecht, aber wirkliches Shopping betreiben kann man als normaler Urlauber kaum.

Sinnvoller ist daher dann doch der Besuch eines Shopping Centers, aber es muss ja nicht zwangsläufig ein so kühles und austauschbares an einem Highway sein. Schöner und besser ist das Beverly Center, wiederum in der Nähe von Beverly Hills, in dem sich über hundert verschiedene Geschäfte auf mehreren Etagen befinden – und von absoluten „Billigläden“ bis hin zu teuren Markengeschäften ist hier fast alles vertreten. Auch zahlreiche Imbisse findet man natürlich im großen Food Court, so dass man hier, wenn man wirklich wollte, im Grunde einen ganzen Tag verbringen könnte.

Das wäre allerdings schade, denn zumindest die zweite Hälfte eines Einkaufstages sollte man dem The Grove im Westen von Hollywood widmen, das tatsächlich ein kleines bisschen wie eine Einkaufsstraße in einer europäischen Großstadt angelegt ist. Hier gibt es ganz normale Kaufhäuser wie Karstadt oder Kaufhof, wiederum einige Imbisse, aber auch etliche kleine Läden, so dass man zumindest ein bisschen von Geschäft zu Geschäft schlender kann.

Anschließend lohnt sich eine Runde über den Farmers Market, einen täglich geöffneten Wochenmarkt, der aber vor allem viele „Eateries“ beheimatet; hier gibt es Cafés, Pizzerien und vieles mehr. Ebenfalls sehr schön, um authentisch essen zu gehen.