Zwischen Los Angeles und San Francisco: Der Highway 1

Wer eine Reise in die USA oder sogar an die Westküste der USA unternimmt, der fährt üblicherweise nicht nur in eine Stadt wie eben Los Angeles, sondern meistens in mehrere. Bestens verbinden mit einem Besuch von LA lässt sich beispielsweise San Francisco, aber auch einen Besuch des Yosemite National Parks sowie des Sequoia National Parks könnte man in Betracht ziehen. Das ist jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die es zwischen den beiden Städten gibt, denn auf der direkten Verbindung on San Francisco und Los Angeles liegt noch eine viel schönere: der Highway 1.

Bei dem Highway 1, manchmal auch als Pacific Coast Highway 1 bezeichnet, handelt es sich (wie der Name uns verrät) um eine Küstenstraße, die nicht selten direkt am Pazifik entlang führt und die beiden Großstädte verbindet – und die für viele als die schönste Straße der Welt gilt. Sie beginnt im Prinzip bereits in Santa Monica und führt dann zunächst nach Malibu, die Heimat der Reichen und Schönen. Hier haben viele Promis eine Villa, Thomas Gottschalk soll beispielsweise hier wohnen, aber auch der Friends-Start Matt LeBlanc hat in Malibu ein Zuhause. Für Touristen gibt es hier neben den Villen, die sich meistens hinter hohen Zäunen verbergen, vor allem eine nette Kleinstadt und beeindruckende Strände zu sehen, die sich mittlerweile zwar teilweise in Privatbesitz befinden, aber durchweg sehenswert sind.

Danach führt einen die Straße nach Santa Barbara, eine weitere großartige Stadt, die ein wenig an San Diego erinnert, weil sie über einen ähnlichen Baustil verfügt: Statt Hochhäusern gibt es hier viele Gebäude, die an Spanien oder Mexiko erinnern, auch der Strand und der Pier sind berühmt, genauso wie die Mission und der Botanische Garten. Hervorzuheben ist aber vor allem, dass Santa Barbara ein kleines Stadtzentrum hat, dass die Luft sehr gut und das Klima äußerst angenehm ist: Nicht so heiß wie in LA, nicht so kühl und wechselhaft wie in San Francisco. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich auch hier unzählige Stars und Millionäre angesammelt haben.

pacific coast highway

Als nächstes könnte man Solvang ansteuern, eine dänische Enklave, die unter anderem das ganze Jahr über Weihnachtsartikel verkauft, oder man fährt direkt weiter nach San Luis Obispo und Pismo Beach, zwei weitere sehr schöne Städte, die manchmal ein bisschen zu vornehm wirken, aber insgesamt einen schönen Eindruck hinterlassen und so ganz anders sind als die typischen amerikanischen Großstädte.

Anschließend beginnt der natürlichste Teil des Highway 1, an dem man zunächst in San Simeon auf Hearst Castle trifft, eine historische Anlage auf einem Berg gelegen, in der ein reicher Zeitungsverleger einst Kunstwerke aus ganz Europa angekarrt und sich so sein künstlerisches Anwesen errichtet hat. Die Tour durchs nie fertig gewordene Haus lohnt sich, allein schon wegen des großartigen Ausblicks aufs Meer sowie die angrenzenden Gärten.

Danach steuert man am besten verschiedene State Parks an, zum Beispiel Julia Pfeiffer Burns mit seinem tollen Wasserfall oder auch Pfeiffer Big Sur mit seinen riesigen Bäumen und tollen Wanderwegen. Die wirkliche Sehenswürdigkeit ist hier aber tatsächlich die Straße, an der man an fast jeder zweiten Ecke stoppen kann, weil die Ausblicke aufs Meer, auf den Pazifik und auf die Brücken so beeindruckend sind. Nicht verpassen sollte man zudem zuletzt den wundervollen Point Lobos State Park, in dem man unter anderem Seelöwen und allerlei Vögel beobachten kann, aber auch die Trails entlang der schroffen Küste lohnen sich einmal mehr.

Den Abschluss einer Fahrt über den Highway 1 stellen dann Carmel by the Sea und Monterey dar: Ersteres eine einmalige Künstlerstadt, in der man sich mit hunderten Souvenirs eindecken könnte, alle invidiuell natürlich, Letzteres ein ehemaliges Fischerdorf, das heute noch mit seinem Pier, auch als Fisherman’s Wharf bekannt, bezeichnen kann. Für die Strecke von LA bis San Francisco sollte man mindestens drei Tage einplanen, so viel gibt es hier zu sehen!